Interreligiöse Theologie. Eine Sichtweise aus der jüdischen Dialogphilosophie.

Prof. Ephraim Meir

Das Buch stellt den ersten umfassenden Versuch dar, eine dialogische

Theologie aus jüdischer Sicht zu konstruieren. Diese fördert eine Perspektive, in welcher die Wechselbeziehungen zwischen den Religionen, Begegnung und Lernen eine zentrale Rolle spielen. Dabei werden vor allem die Impulse aus der jüdischen Dialogphilosophie wahrgenommen und für eine interreligiösen Dialog fruchtbar gemacht. Meir setzt sich kritisch mit den großen jüdischen dialogischen Denker auseinander und argumentiert, in wieweit die Werte der heutigen interreligiösen Theologie in ihren Schriften verwurzelt sind. Vor allem praxisrelevante Standpunkte werden hierbei hervorgehoben und in einem multiperspektivischen Dialog mit unterschiedlichen Religionen angewandt. Grundlage für solch eine Vorgehensweise ist seine Konzeption der "Trans-Differenz", wobei ein ständiger dialogischer Lernprozess unter Einbezug, Anerkennung und gleichzeitiger Überbrückung religiöser Unterschiede angestrebt wird. Diese Sichtweise auf die Einzigartigkeit der Religionen und ihre wesentliche Verbundenheit und Bezogenheit auf einander eröffnet neue Perspektiven für eine interreligiöse Theologie, welche in diesem Buch vorgestellt wird.